Côte de Leon  16. - 17. Juni



Wir fahren zum Steinzeitgrabhügel Grand Cairn de Barnenez. Es wurde zwischen 4500-3900 v.C. errichtet und hat 11 Gräber. An der Kasse meint der Typ, dass wir kein Französisch verständen und bietet uns die geführte Tour nicht an. Mir fällt auf, dass wir mit unserem Französisch als Touristen erkannt werden und uns mit Englisch geantwortet wird. Dabei sprechen wir einfach langsamer und mit Akzent, aber durchaus richtig! Gut, der Faltzettel auf deutsch genügt uns ja auch.


1850 erklärten Wissenschaftler den Steinhügel zu einem Monument. Trotzdem wurde er 1950 einem Bauunternehmen verkauft, das die Steine für andere Bauten abtrug. Ein Skandal? Aber so können wir von der abgebauten Stelle den Aufbau der Gräber sehen.


St. Pol de Léon


Wir besuchen die Kathedrale mit dem gigantischen Turm, der über die Stadt ragt. 1230 wurde mit dem Bau begonnen im gotischen Stil, 1331 eingeweiht und bis ins 16. Jh fertig gebaut. Wir bewundern die schöne Rosette, das Chorgestühl und vor allem die 34 «Vogelhäuschen» mit Schädel darin. Die waren in der Kirche irgendwo hingestellt, einige wurden auch gestohlen. Darum bekamen die restlichen an einer Seitenwand einen sicheren Platz. Interessant fand ich auch die Möglichkeit Gebete gegen Gebühr zu verlängern.




Im nahen Camping Car Park verbringen wir die Nacht. Wir möchten nach Roscoff mit dem Bus aber in der Vorsaison fährt der nicht, also fahren wir mit dem Camper nach Roscoff.


Roscoff


Auf dem grossen Parkplatz bei der Kirche stellen wir den Bänz ab. Wir umrunden sie, bewundern den schönen Turm. Eine Kostbarkeit sind die Szenen aus dem Leben von Jesus Christus aus Alabaster. Die Himmelfahrt wurde sehr real dargestellt: Man sieht nur noch Mantelsaum und Füsse.


Roscoff ist die Stadt der Zwiebeln. Es lebte von Piraterie und Handel. Seit dem 17. Jh. werden sie auch in England verkauft. Henri Ollivier nahm 1828 statt den einheimischen Märkten den kürzeren Weg über den Kanal und verkaufte dort die rosigen Schalotten, mit viel Vitamin C. Fortan wurden die Onion Johnnies freudig erwartet. Wir gehen zum Markt, der da gerade aufgestellt hat. Und natürlich kaufen wir einen Zwiebelzopf.

Wir essen im authentischen Beizlein «Le Local» sehr fein.

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