Côte de Granit Rose 11. - 16. Juni


Hans fährt auf der Route Ajonc. Das ist ein enges Strässchen, das an allen touristischen Orten vorbeiführt, sehr schön, manchmal etwas Schock- Charakter. Wir bewundern die riesigen rosa Granitfelsen, ausgewaschen und kunstvoll aufeinander getürmt. Übrigens: Napoleon ist auch hier.



Wir richten uns drei Nächte im Campingplatz Tournoy in Ploumanac`h ein. Wir sind erstaunt, dass der Platz schon um etwa 17 Uhr voll ist und das in der Vorsaison. Das Wetter ist ziemlich durchzogen. In der Nacht regnet es und am Morgen liegt Nebel. Der verzieht sich gegen Mittag und dann ist es schön und warm. Wir wandern auf dem Zöllnerweg Richtung Westen bis zur Île Renote. Hier sind die gigantischen rosa Felsen.



Wir wandern wieder zurück und machen Pause in einer Bar mit feinen Galetten. 


Am nächsten Tag wandern wir Richtung Osten auf dem Zöllnerweg. Es ist heiss und sonnig. Es ist wohl der bekannteste Teil der Rosagranitküste, darum sind wir mit vielen andern unterwegs. Unsere Bewunderung und Fantasie wir sehr angeregt. Wir kommen nach 14 Uhr am Strand von Trestaou an. Der Sand ist weiss und der Nebel auch. Leider sind auch alle Küchen schon zu und wir müssen wieder Galetten essen. Nachher schlecken wir noch eine Glacé. Zum Glück gibt es einen Bus zurück nach Ploumanac`h. Was für ein reicher Tag. 


Am Sonntag sitzen wir noch etwas in der Sonne, da fährt ein Zürcher Camper vorbei. Ich winke und da steigt die Fahrerin, Brigitta aus Russikon aus und wir unterhalten uns angeregt über gemeinsame Bekannte. Wie klein die Welt doch ist.


Wir haben eine Route von 11 km ausgedacht bis zur Grande Île. Auf dem Weg wollen wir in ein Gallierdorf und ein Planetarium besuchen. Leider hat in der Vorsaison alles noch zu. So bleiben einige Aufnahmen von aussen. 


Dann suchen wir den Menhir von Uzes. Er stammt aus 5000-4000 vC und wurde im 17./ 18. Jh. verchristlicht, d.h. ganz oben wurden christliche Figuren und Zeichen eingeschlagen Er ist zwar schön, aber die Frage bleibt, warum das Christentum so über-griffig sein muss. Ganz am Schluss ist die Strasse wieder gesperrt. So wird die Reise dreimal länger, nämlich 36 km.


Auf der Grand Île erhalten wir auf dem Camping Municipal einen Platz direkt am Meer. Wäsche muss auch sein. Leider gibt es keinen Sonnenuntergang, die Wolkendecke ist zu tief. 


Am Montag, 15.6., herrscht dichter Nebel. Auf den Zöllnerweg umrunden wir die Insel, 7 km im 2 h. Unterwegs wurde früher Granit abgebaut und wegtransportiert. Ein Arbeiter ist als Skulptur sehr kunstvoll dargestellt.


Am Nachmittag spazieren wir zur Vogelstation LPO und können dort auf Video life die Basstölpel Kolonie sehen auf einer der sieben Inseln. Vom Strand gestern, Tresteaou, hätten wir eine 2-stündige Bootstour zu den sieben Inseln machen können. Wir kommen sicher nächstes Jahr zurück und holen die Bootstour nach. Bei Flut laufen wir nochmals zum Hafen und sehen die Schiffe wieder im Wasser. 

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